Zwischenzeit
Fürstenwalde von 1945 bis 1949
Sonderausstellung
25. Februar–10. Mai 2026
Mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 beginnt für die Menschen in Fürstenwalde eine neue Realität. Im Empfinden Vieler ist dies kein »Tag der Befreiung«, sondern ein Tag der totalen Niederlage. Er bedeutet den Verlust von Ordnung und Autorität. Am Rathaus wehen neue Fahnen und die Macht liegt nun in den Händen der Sowjets – des bisherigen Feindes. Erst allmählich entsteht Hoffnung auf Neubeginn.
Im Museum Fürstenwalde führt eine Präsentation mit Fotografien, Dokumenten und Objekten in die Übergangsjahre ein. Zugleich verlässt die Ausstellung bewusst den Museumsrahmen: An zahlreichen Orten im Stadtraum verweisen Plakate per QR-Code zu Videointerviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Ihre Erinnerungen sind Teil des kollektiven Gedächtnisses der Stadt. Sie erzählen nicht nur von Ereignissen, sondern auch von Gefühlen und Erfahrungen – Angst und Hoffnung, Hunger und Einfallsreichtum.
Die Mini-Interviews macht das Museum Fürstenwalde auf einer eigens entwickelten Seite auch über die Dauer der Sonderausstellung hinaus zugänglich: https://www.zwischenzeit-fuerstenwalde.de/
Begleitend finden in Kooperation mit dem Fürstenwalder »Filmtheater Union« vier Kino-Abende statt. Gezeigt werden Spielfilme der DEFA zur Übergangszeit zwischen Kriegsende und DDR-Gründung, jeweils mit einem kulturhistorischen Kurzvortrag und anschließender Diskussion.
Eröffnung: Mittwoch, 25. Februar, 17 Uhr